23.12.22 Liwonde Nationalpark





















Vor dem Gameplay, der morgendlichen Safari, gab es um 5.30 Uhr Kaffee und Toastbrot. Ich war wieder mit der netten einheimischen Familie aus Lilongwe und ihren zwei süßen Mädels unterwegs. Sie alle sprechen auch untereinander Englisch. Sechs Uhr ging es los. Erst aus der Lodge raus, ein Stück die staubige Piste entlang und nach etwa fünfzehn Minuten waren wir am Eingang des Nationalparks. Dort musste ich die dreißig Dollar Eintritt zahlen – nur für den einen Tag, das macht den Aufenthalt hier preiswerter. Von fern sahen wir einen männlichen Elefanten, versuchten ihm näher zu kommen und der Fahrer entschied, es später nochmal zu versuchen. Neben den Warzenschweinen, Impalas, Wasserböcken und Kudus gab es einen Marabustorch zu sehen, weitere Raubvögel und dann auf einer großen Freifläche vorm Flussufer einen jungen männlichen Löwen. Wir waren keine fünfzig Meter entfernt. Die anderen beiden waren etwa hundertfünfzig bis zweihundert entfernt dabei, ein Warzenschwein zu fressen. Es war eine gute Entscheidung gewesen, etwas Geld für das Fernglas zu investieren. Die Gläser des Chemnitzer Herstellers DDOptics sind wirklich gut! Neben den Löwen wartete ein Marabu auf seinen Anteil. Auch der andere Löwe wird seinen Anteil bekommen. Wir sahen eine ganze Weile zu. Auf der Wiese lagen noch ein totes Flusspferd und ein Wasserbock. Nach der Weiterfahrt schimpften in einer recht waldigen Ecke mehrere Affen, laut und auffällig. Grund für den Guide, das Auto zu stoppen, zurückzusetzen und zu warten, zu schauen. Nach fünf Minuten entdeckte er im Busch einen Geparden, der sich an einem großen, gerissenen Wasserbock zu schaffen machte. Man konnte dann noch im Buschwerk einen zweiten liegenden Gepard entdecken, der auf seinen Anteil wartete. Wir hatten ein riesiges Glück auf dieser Tour. Von niemandem hatte ich gehört, dass er in den letzten Tagen eines dieser Tiere gesehen hätte – auch in Majete nicht. Gegen neun Uhr waren wir zurück in der Lodge.

Ich verbrachte den ganzen Tag hier, war mal kurz vorm Tor im Dorf und sonst beobachtete ich die Tiere, spielte mit Jordi zwei Runden Bao. Zum Abendbrot gab es ein Buffet mit Rippchen, Pommes, Reis, Hühnchen und Gemüse. Ein paar Mini-Biere rundeten den Abend am Lagerfeuer ab.

Maelle und Mélissa hatten lange gebraucht, um nach CapeMaclear zu kommen. Ich möchte also auch beizeiten aufbrechen. Die Tour kostet für die 160km etwa sechzehn Euro. Ich hoffe, ich kann hier mit Karte bezahlen: da oben werde ich zwei Wochen lang keinen Geldautomaten finden.


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