06.01.23 zu Hause
Der Flughafen in Lilongwe ist winzig für eine Hauptstadt. Von der Startbahn aus sieht er ein wenig größer aus. Es gibt sogar eine Aussichtsterrasse. Es waren aus der Wartehalle ein paar Leute Richtung Nairobi geflogen, dafür andere hinzugekommen. Im Flugzeug hatte ivh dann Glück und drei Plätze für mich. So konnte ich die Füße hochlegen und etwas ruhen. Erstaunlicherweise habe ich mal nicht geschlafen – trotz einer halben Flasche Wein zu Hühnchen mit Reis und roten Bohnen mit Kichererbsen. Die etwas mehr als drei Stunden gingen erstaunlich schnell um. In Addis Abeba ging es nochmal in langer Schlange durch eine Sicherheitskontrolle. Die Wartehalle hat sich in den vergangenen vier Jahren extrem verändert: deutlich moderner – aber auch erheblich teurere Gastronomie. Zuletzt konnte man hier sehr preiswert essen – wie auch in Lilongwe noch. Samosas und Cola kosteten dort am Airport das gleiche wie in der City.
Ich sitze an meinem Gate, schreibe meine letzten Einträge für den Blog – und zwischendurch beobachte ich das geschäftige Treiben hier – an einem der wichtigsten Drehkreuze der Luftfahrt in Afrika. Hier sind auch wieder deutlich mehr Weiße und auch Asiaten zu sehen. Sehr gemischt, Burkas, Kopftücher, Rastalocken, Geschäftsleute – ein buntes Durcheinander. Und wirklich sogar recht bunt, ein großer Querschnitt durch Afrikas Mode, Stile, Trachten und Religionszugehörigkeiten.
Die Flüge nach Istanbul und Prag waren beide sehr pünktlich. Ich hatte Glück, dass ich beide Male einen Platz mit Beinfreiheit am Notausgang hatte. Beim zweiten Mal, um einem Vater Platz neben seiner Frau und zwei Kindern zu überlassen. In Istanbul musste ich weit durch den imposanten, neuen Flughafen humpeln. Der ist architektonisch richtig gut gelungen und bietet jede Menge Oberklasse-Duty-Free.
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| Warten auf den Flixbus |
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| Böhmisches Mittelgebirge, ehemalige Vulkane |
In Prag hatte ich binnen fünfundzwanzig Minuten mein Gepäck und die Passkontrolle hatte der Automat schnell erledigt. So hatte ich letztlich fast eine Stunde auf meinen Flixbus an der Hradcanskaja zu warten. Mit zehn Grad war es recht mild – und es war auch windstill. Der Bus war auch nur halbvoll, so dass ich zwei Plätze für mich hatte. In Chemnitz kam der Bus pünktlich an und meine Schwester holte mich ab, um mir die zwei Kilometer Fussmarsch vom Bahnhof nach Hause zu ersparen – das wäre nicht lustig gewesen.
Mein Haus war wärmer als erwartet – die Heizung hat die ganze Zeit wahrscheinlich mehr geheizt als nötig. Naja – nicht zu ändern, aber ärgerlich bei den Gaspreisen. Ich hatte extra alles auf zehn Grad runtergedreht. Aber so muss ich jetzt wenigstens nicht frieren, bis sich der Fussboden wieder durchgewärmt hat.
Urlaub vorbei: was bleibt, sind großartige Erinnerungen.





