22.12.22 Liwonde Nationalpark
Wieder ein toller Tag. Nachdem der Nieselregen nachgelassen hatte und ich den Tisch am Wasser für das Frühstück freigeben wollte, war ich zu meiner Hütte gelaufen. Wegen des Regens wohnen jetzt Mélissa und Maelle neben mir – hatte ich schon geschrieben. Weil die beiden nur an und in der Hütte relaxten und das interessanteste zu verpassen schienen, bot ich Ihnen an, mein Fernglas zu nutzen. Der Waran war dann leider weg, aber es gab immer noch den schwarzweißen und den blauorangenen Kingfisher und einen Watvogel zu sehen und ein paar andere Kleinigkeiten, einen Lizzard von etwa vierzehn Zentimetern Länge. Außerdem gab es wunderschöne kleine samtige Käfer in orangerot, die ich erst für Spinnen gehalten hatte.
Wir aßen dann noch zusammen zu Mittag. Von der
Pachachere-Lodge stieß noch Jordi zu uns, der es Maelle etwas angetan zu haben
schien. Er kommt von der holländischsprachigen Seite Belgiens - beide müssen
englisch miteinander reden. Auch er sehr nett – und wir hatten ganz viel
Gesprächsstoff zu Südostasien, Indien, Myanmar, …
Nachmittags um drei trafen wir uns zur Bootstour zu den
Hippos. Dazu kam noch die deutsche Truppe um die Entwicklungshelferin Nadine,
ein einheimischer Mittelschichtpaar mit sehr gut englisch sprechenden süßen
Kindern. Die Fahrt im Jeep ging keine zwei Kilometer. Dann begann eine
schmodderige Uferlandschaft. Immer drei wurden im Einbaum über knietiefes
Brackwasser geschoben, der Rest musste zu Fuss durch knöcheltiefen Schlamm
zurückgelegt werden. Das Boot war ein großer grüner Holzkahn mit Oberdeck. Da
es gerade geregnet hatte, zogen es fast alle vor unten zu sitzen. Mélissa saß
neben mir, Maelle neben Jordi. Mélissa hatte anfangs noch das kleine schwarze
Kind auf dem Schoß, dem über den Schlamm und die Sandsäcke hinweg geholfen
werden musste. Wir stiegen ins erste grüne Boot, weil aus dem anderen erstmal
Hektoliterweise das Wasser abgeschöpft werden musste. Nach dem Umsteigen ging
es los – nach einer Belehrung wegen Hippos und dem Gleichgewicht im Boot. Es
dauerte nur wenige Minuten und die ersten Hippos waren zu sehen. Erst nur Köpfe
und Augen, die dann abtauchten. Wir lernten dabei, dass Flusspferde nicht schwimmen, sondern auf dem Grund laufen. Dass sie bis zwei Tonnen wiegen und dreißig Kilometer
je Stunde schnell sein können. Dazu gab es Kingfisher, Kormorane und sowas
ähnliches, Silberreiher, Bienenfresser. Leider weder Elefanten noch Krokodile.
Als wir derb kippten, gab es lautes Kreischen und Mélissa hielt sich an meinem
Arm. Wir hatten nur den Boden berührt – es war kein Hippo, das uns ausgehoben
hätte. Dann gab es noch Schweine und Antilopen zu sehen. Trotzdem war die Tour
schön und ich habe es sehr genossen, die Tour in dieser Gruppe gemacht zu
haben. Der Rückweg zum Jeep war ebenso – und machte Duschen vorm Abendessen
unabdingbar.
Wir saßen dann zu viert beim Abendessen. Jordi und ich waren früher da und wir bekamen unsere Pasta früher. Die Mädels brauchten länger zur Schönheitspflege. Als wir alle unsere Pasta hatten, setzten wir uns alle wieder ans Lagerfeuer. Ich saß neben den Briten, die hier zum Familienbesuch sind. Wieder eine Expat, die in Blantyre arbeitet. Die sind auch nur vier Wochen hier – in diesem Sinne aber auch keine Touristen. Zwischen mir und Mélissa saß die Muslimin aus Malawi. Sie erzählte ganz viel und gab uns einen tiefen Einblick in die Mittelschicht. Es war unheimlich interessant, auch diese Perspektive bekommen zu haben. Auch wieder einer der ganz besonderen Abende, die Reisen so schön machen. Von Mélissa hab ich mich heute schon mal verabschiedet, nachdem wir zu unseren Hütten eskortiert worden waren, vorbei an Tausenden um das Licht schwirrende Termiten, von denen unser Führer immer wieder einzelne verspeiste. Ich würde mich dennoch freuen, die beiden morgen nochmal zu sehen – oder am Cap Maclear.
Wir aßen dann noch zusammen zu Mittag. Von der Pachachere-Lodge stieß noch Jordi zu uns, der es Maille etwas angetan zu haben schien. Er kommt von der holländischsprachigen Seite Belgiens - beide müssen englisch reden. Auch er sehr nett – und wir hatten ganz viel Gesprächsstoff zu Südostasien, Indien, Myanmar, …
Jetzt wird erst einmal geschlafen bis zum frühen Aufstehen um fünf Uhr fünfzehn.























