20.12.22 Zomba, Zomba-Plateau

Koloniale Gebäude in Zomba

Blick nach Südosten


Das Zomba-Plateau

Blick nach Nordosten vom Songani-Lookout


Blümchen als Nachfolger eines Waldbrandes

... wie im Frühling

Häuser der Forstarbeiter auf dem Plateau

... wahrscheinlich illegal besetzt

Ehemalige Forstarbeiter-Siedlung


... wolkenverhangen auf 1800m ü.d.M.





Blumenwiese auf dem Plateau 

Nieselregen und Wolken

Williams Fall

Blick vom Plateau Richtung Zomba und Mt. Mulanje

Garten meines Hostels: Pakachere Backpackers Lodge

Zwei der Weißen hier sind Holländer, die demnächst das Hostel offiziell übernehmen werden. Außerdem sind zwei junge hübsche Französinnen hier, von denen die eine mit heftigem Akzent spricht – bei der anderen fiel es kaum auf, außer wenn sie nach Worten suchte. Mit den beiden unterhielt sich eine Deutsche in etwa meinem Alter, wir kamen dann auch ins Gespräch. Sie war einige Monate freiwillig für ein Projekt im Zusammenhang mit Bildung in Tansania, weil zuvor der Job bei Airbus ein Ende hatte. Sie kommt aus Augsburg/Hamburg – auch interessant. Eigentlich hab ich kaum jemanden bisher gesprochen, der einfach nur kurz hier Urlaub macht. Zu dritt machten sie heute eine geführte Tour auf das Plateau. Das war mir zu wenig herausfordernd – auch wenn ich gern mit drei sympathischen Mädels rumgetrabt wäre. Meine Wanderung wurde aber auch um vieles härter. Erstmal lief ich zu Fuss auf dem Patato-path nach oben – nur die Hälfte, da der zweite Teil ungenau in der Karte war. Ich wanderte statt dessen die Straße weiter hoch und östlich um den Stausee herum – kam so aber ebenso gut wieder auf den Pfad und zum Williams-Wasserfall. Dort spülte ich mein T-Shirt durch, da es noch warm genug war. Dennoch hatte sich der Himmel schon zugezogen. Wenig später fing es an zu nieseln – ich hatte zum Glück die Regenjacke mit. Ich spazierte zum alten Forstarbeiterdorf, fand wunderschöne Blumenwiesen. Ein großer Teil des Plateaus muss kürzlich abgebrannt sein, etliche hundert Hektar. All das war nur dünn mit Blumen bewachsen, mit Farnen und schwarze Strünke schauten zwischendrin heraus. Meine Wanderung führte weiter zu den drei Viewpoints: Songani Lookout, Empererors Viewpoint, Queens Viewpoint. Damit hatte ich den östlichen Teil des Plateaus fast einmal umrundet. Meinen Weg im Osten nach unten fand ich nicht gleich, drei Holzstämme rollende Holzfäller wiesen mich zudem falsch. Dadurch kamen vier extra-Kilometer zusammen, ein Stück davon durch einen teilweise verkohlten Kiefernwald. Am Ende fand ich dann mit dem Navi doch den Weg: steil, fast unwegsam – aber immerhin zu erkennen. Nach neun Stunden kam ich wieder am Hostel an. Ein Bier war dringend nötig – jetzt warte ich darauf, dass die Dusche frei wird. Mein Armband zeigte über 46000 Schritte, sechsunddreißig Kilometer. Soviel war es bestimmt nicht, aber irgendwas zwischen fünfundzwanzig und dreißig sicher – ich hatte ja allenfalls zusammengenommen eine Stunde Pause gemacht -wenn überhaupt soviel.

Für heute Abend muss ich noch nachsehen, wie viel Bargeld ich noch habe, sonst muss ich noch zum Geldautomaten. – Done: es reicht noch bis Liwonde,  nicht jedoch bis in den Nationalpark. Zum Glück konnte ich die großen Beträge in Majete alle mit der MasterCard bezahlen.

Das Restaurant unten ist rappelvoll, weil es dienstags immer besonderes Essen gibt. Da sitze ich eben mal solange hier oben im großen Gemeinschaftsraum. … und essen konnte ich dann auch hier oben. In einen Chapati eingewickelter Gyros, dazu Pommes und eine kleine Salatbeilage. Nicht umwerfend – aber passend für heute. Schließlich war die Wanderung ziemlich sportlich geworden.

 

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