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| Koloniale Gebäude in Zomba |
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| Blick nach Südosten |
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| Das Zomba-Plateau |
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| Blick nach Nordosten vom Songani-Lookout |
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| Blümchen als Nachfolger eines Waldbrandes |
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| ... wie im Frühling |
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| Häuser der Forstarbeiter auf dem Plateau |
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| ... wahrscheinlich illegal besetzt |
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| Ehemalige Forstarbeiter-Siedlung |
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| ... wolkenverhangen auf 1800m ü.d.M. |
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| Blumenwiese auf dem Plateau |
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| Nieselregen und Wolken |
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| Williams Fall |
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| Blick vom Plateau Richtung Zomba und Mt. Mulanje |
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| Garten meines Hostels: Pakachere Backpackers Lodge |
Zwei der Weißen hier sind Holländer, die demnächst das
Hostel offiziell übernehmen werden. Außerdem sind zwei junge hübsche
Französinnen hier, von denen die eine mit heftigem Akzent spricht – bei der
anderen fiel es kaum auf, außer wenn sie nach Worten suchte. Mit den beiden
unterhielt sich eine Deutsche in etwa meinem Alter, wir kamen dann auch ins
Gespräch. Sie war einige Monate freiwillig für ein Projekt im Zusammenhang mit
Bildung in Tansania, weil zuvor der Job bei Airbus ein Ende hatte. Sie kommt
aus Augsburg/Hamburg – auch interessant. Eigentlich hab ich kaum jemanden
bisher gesprochen, der einfach nur kurz hier Urlaub macht. Zu dritt machten sie
heute eine geführte Tour auf das Plateau. Das war mir zu wenig herausfordernd –
auch wenn ich gern mit drei sympathischen Mädels rumgetrabt wäre. Meine
Wanderung wurde aber auch um vieles härter. Erstmal lief ich zu Fuss auf dem
Patato-path nach oben – nur die Hälfte, da der zweite Teil ungenau in der Karte
war. Ich wanderte statt dessen die Straße weiter hoch und östlich um den
Stausee herum – kam so aber ebenso gut wieder auf den Pfad und zum
Williams-Wasserfall. Dort spülte ich mein T-Shirt durch, da es noch warm genug war.
Dennoch hatte sich der Himmel schon zugezogen. Wenig später fing es an zu
nieseln – ich hatte zum Glück die Regenjacke mit. Ich spazierte zum alten
Forstarbeiterdorf, fand wunderschöne Blumenwiesen. Ein großer Teil des Plateaus
muss kürzlich abgebrannt sein, etliche hundert Hektar. All das war nur dünn mit
Blumen bewachsen, mit Farnen und schwarze Strünke schauten zwischendrin heraus.
Meine Wanderung führte weiter zu den drei Viewpoints: Songani Lookout,
Empererors Viewpoint, Queens Viewpoint. Damit hatte ich den östlichen Teil des
Plateaus fast einmal umrundet. Meinen Weg im Osten nach unten fand ich nicht
gleich, drei Holzstämme rollende Holzfäller wiesen mich zudem falsch. Dadurch
kamen vier extra-Kilometer zusammen, ein Stück davon durch einen teilweise
verkohlten Kiefernwald. Am Ende fand ich dann mit dem Navi doch den Weg: steil,
fast unwegsam – aber immerhin zu erkennen. Nach neun Stunden kam ich wieder am
Hostel an. Ein Bier war dringend nötig – jetzt warte ich darauf, dass die
Dusche frei wird. Mein Armband zeigte über 46000 Schritte, sechsunddreißig
Kilometer. Soviel war es bestimmt nicht, aber irgendwas zwischen fünfundzwanzig
und dreißig sicher – ich hatte ja allenfalls zusammengenommen eine Stunde Pause
gemacht -wenn überhaupt soviel.
Für heute Abend muss ich noch nachsehen, wie viel Bargeld
ich noch habe, sonst muss ich noch zum Geldautomaten. – Done: es reicht noch
bis Liwonde, nicht jedoch bis in den
Nationalpark. Zum Glück konnte ich die großen Beträge in Majete alle mit der
MasterCard bezahlen.
Das Restaurant unten ist rappelvoll, weil es dienstags immer
besonderes Essen gibt. Da sitze ich eben mal solange hier oben im großen
Gemeinschaftsraum. … und essen konnte ich dann auch hier oben. In einen Chapati
eingewickelter Gyros, dazu Pommes und eine kleine Salatbeilage. Nicht umwerfend
– aber passend für heute. Schließlich war die Wanderung ziemlich sportlich
geworden.