11.12.22 Blantyre, Malawi
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| Kurz vor der Landung |
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| Der winzige Airport in Blantyre |
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| Das Covid-Testzelt |
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| Landeanflug auf Blantyre |
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| Ethiopian Airlines, angekommen |
Ich bin angekommen: das Fliegen war anstrengend, da kein Flug länger als sechseinhalb Stunden dauerte. Platz finden, was essen, einen Film schauen und so bleibt nur ein wenig Schlaf. Als Film zog ich mir Dr. Schiwago rein - den alten Schinken mit Klaus Kinski, Geraldine Chaplin und Omar Sharif. Den wollte ich schon immer mal sehen - so ergab sich endlich mal die Gelegenheit. Ja: sehenswert. Aber das Schlafpensum litt darunter. Zwischen den Mahlzeiten im Flugzeug war ich immer wieder komatös in den Schlaf gefallen - und noch nicht einmal bei der Ankunft hier richtig ausgeschlafen. Dabei gibt es kaum eine Zeitverschiebung...
Am Flughafen ging es durch ein eigens für Covid errichtetes Zelt - aber richtig geprüft hat der Typ mein PCR-Zertifikat nicht, für das ich siebzig Euro hinblättern musste.
Das Visum erhielt ich problemlos für fünfzig USDollar. Im Flughafen wechselte ich noch Geld - das ging auch mit Hundert Euro. Dafür erhielt ich ein dickes Paket Zweitausender Scheine, also etwas weniger als zwei Euro je Banknote. Dafür gibt es schon einmal ein Bier (jetzt beim Schreiben an der Bar).
Beim Taxifahren vom Flughafen wird man oft ganz schön über den Tisch gezogen. Hier ging das ganz gut: ich hatte nach dem Bus gefragt und ein Taxifahrer hat gefragt, was ich für die Strecke (fünfzehn Kilometer) geben will. Mit zehn Dollar war er zufrieden und brachte mich hierher zu Doodles Backpacker. Bei der Fahrt mit dem netten Justin gab es das erste bisschen Landeskunde. Er wird bald fünfzig und hat sich gewundert, woher ich das wusste: seine Visitenkarte zeigte justin....73.gmail.com. Aber Geburtstag feiert man hier nicht so - auch nicht den Namenstag. Dafür wird am Sonntag zu Weihnachten ordentlich gegessen, nachdem es morgens in die Kirche geht - ich sollte also sehen, dass ich dann in der Nähe einer größeren Siedlung bin. Chinesen gibt es hier auch ein paar, aber deutlich mehr Inder, die auch sehr wohlhabend sein sollen.
Die Strecke zu meiner Unterkunft war gesäumt von Häusern an der Straße, die so auch in Asien stehen könnten: an die Wände gemalte Reklame und Logos, alles bissel schmuddelig - aber sehr sympathisch. Zwischendurch Marktstände, an denen halbe Tiere hingen, endlos viele Menschen auf der Straße, vollgepackte Fahrräder, Minibusse, die hier den Großteil des öffentlichen Transports abwickeln: das will ich dann so auch hier praktizieren. Ich hoffe, es klappt reibungslos ohne ewige Warterei und großes Abzocken...
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| Fussball-WM oder Live-Musik |
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| Bar der Doodles Lodge |
Mein Zimmer ist sehr groß, bissel angeranzt, halbwegs sauber. Viel steht nicht drin: ein großes Doppelbett mit Moskitonetz, ein kleiner Schreibtisch und ein Sessel. Ein Regal, um das Gepäck etwas übersichtlicher abzulegen.
In der Dusche kam nur kaltes Wasser - war jetzt okay bei der Wärme. Dusche und Toilette sind sauber. Wenn ich hier nochmal einen Stopp mache, tut es vielleicht auch ein kleineres Chalet für etwa siebzehn Euro. Ich zahle jetzt etwa fünfundzwanzig je Nacht. Der Garten davor ist hübsch und grün - mit Mangos am Baum.
Jetzt ist noch eine Sängerin zur Band dazugekommen. Schon fetzig hier... Eigentlich hatte ich aber auch gehofft, Rucksackreisende zu treffen, um Tipps, To-Do's und To-avoids's zu hören...







